Endlich kommt das Paket mit dem Versand-Service, die neue Speisekarte ist da! Bis hierher waren viele Dinge zu meistern, die für den Erfolg der neuen Speisekarte von Bedeutung sind.
Der Aufwand, der mit einer neuen Speisekarte verbunden ist, ist ja bekannt. Je nach Speisekarte kommen hier Druckkosten, der Zeitaufwand für die Auswahl und attraktive Zusammenstellung der Gerichte oder das Erstellen der Rezepturen zum Tragen. Die Gestaltung des Kartendesigns, das Anordnen der Speisen und Getränke, das Korrektur lesen sowie die Auswahl der richtigen, lesefreundlichen Schrift nehmen ebenfalls viel Zeit in Anspruch.
Die Mitarbeiter sollten auch über die Inhalte der neuen, verkaufsstarken Speisekarte geschult werden um den Gast sicher und kompetent beraten zu können.
Wenn Sie all diese Aufgaben erfüllt haben, für die Zeit und Geld notwendig waren, wird Ihre Speisekarte den Umsatz ihres Unternehmens steigern können.

Mit welchen Speisen und Getränken machen Sie Ihren Gewinn?

Wissen Sie, mit welchen Ihrer Gerichte Sie Ihr Geld verdienen? Welche Ihrer Getränke Sie unbedingt verkaufen sollten um Ihren Gewinn zu steigern? Welche Speisen und Getränke Ihren Gewinn senken und daher nicht aktiv verkauft werden sollten?
Dieses Wissen über Ihr Angebot ist die Basis für gutes Verkaufen in der Gastronomie. Nutzen Sie dieses Wissen beim „aktiven“ Verkaufen, dem Empfehlen von Speisen und Getränken durch Ihre Servicemitarbeiter ebenso wie beim „passiven“ Verkaufen durch Ihre strategisch gestaltete, verkaufsstarke Speisekarte.
Durch die regelmäßige Anwendung der Speisekartendiagnose erhalten Sie alle wichtigen Informationen um Verkaufsempfehlungen aussprechen zu können, die Ihrem Unternehmen wirtschaftlich gut tun und sicherlich auch Ihren Gästen gefallen werden. Sie erfahren, ob Ihre neue Speisekarte besser ist als Ihre vorherige und können Angebotsänderungen in ihrer Auswirkung auf das Kaufverhalten erfassen und bewerten.

 

Positionieren der Angebotsgruppen in der Speisekarte

Die Potenziale der verkaufsstarken Speisekarte in Verbindung mit den Ergebnissen der Speisekartendiagnose sind riesig. Ich empfehle gerne die 3-seitige Speisekarte. Durch die Erkenntnis über das Leseverhalten der Gäste in diesen Speisekarten ergeben sich Möglichkeiten zur verkaufsfördernden Platzierung von Angebotsgruppen, die in der 2-seitigen Speisekarten in „Buchform“ nicht umgesetzt werden können.
In der 3-seitigen Speisekarte gibt es Positionen, die 3-mal oder auch 2-mal vom Gast überflogen werden, bevor er anfängt gezielt die Inhalte der Karte zu lesen.
Ebenfalls gibt es Bereiche die beim Überfliegen gar nicht erfasst werden.
Mit dem Wissen über dieses Leseverhalten in der Speisekarte können Sie nun Ihre wichtigsten und gewinnbringendsten Speisengruppen dort positionieren wo der Gast sie 2-mal oder auch 3-mal sieht. So können Sie Ihre Gäste schon beim Überfliegen der Speisekarte auf die für Sie wichtigen Angebotsgruppen hinweisen.
Ebenso lassen sich Angebotsgruppen, die Sie zwar anbieten müssen, aber eigentlich nicht so gut daran verdienen, dort positionieren wo der Gast sie nicht direkt erfasst.
Daraus ergeben sich Möglichkeiten, das Auswahlverhalten der Gäste in der Speisekarte zu Ihren Gunsten zu steuern.

 

Gestaltung und Design Ihrer Speisekarte

Denken Sie immer daran: Ihre Gäste möchten in den ersten 3-5 Minuten die erste Speisenauswahl getroffen haben. Durch eine übersichtliche Anordnung Ihrer Angebotsgruppen unterstützen Sie den Gast bei der Orientierung in Ihrer verkaufsstarken Speisekarte und dabei, sich für eine Richtung zu entscheiden.
Das Lenken der Gästeaufmerksamkeit auf einzelne Gerichte erfolgt durch gestalterische Maßnahmen wie das Setzen von Highlights (zum Beispiel durch Bilder) oder auch die strategische Positionierung der Gerichte innerhalb des Preisgefüges. Stellen Sie beispielsweise zwei preisgleiche Gerichte untereinander, so „stolpert“ der Gast über diese Gerichte, wenn alle anderen Gerichte dieser Angebotsgruppe verschiedene Preise haben.
Natürlich ist es absolut wichtig ein Design zu wählen, das den Gast verführt und ihm Lust und Appetit auf das Essen und die Getränke macht. Ihren Gästen muss „das Wasser im Mund“ zusammenlaufen, wenn sie Ihre Karte vor sich haben. Dies schaffen Sie am besten durch das einbinden von Bildern in Ihrer Speisekarte.

Ebenfalls sollten Sie mit den Überschriften Ihrer Angebotsgruppen schon das Verlangen der Gäste wecken und sie animieren, sich die angebotenen Gerichte im Detail durch zu lesen.
Vermeiden sollten Sie hingegen oft unterschätzte Fehler wie beispielsweise: zu kleine oder verschnörkelte Schrift, Rechtschreibfehler in der Speisekarte, lustlose Beschreibungen der Speisen und Getränke, sprachliche Kapriolen, ein zu überladenes Angebot, falsches Format der Speisekarte, ungepflegtes oder schmuddeliges Erscheinungsbild, ein jederzeit mit dem der Konkurrenz austauschbares Angebot oder der betriebswirtschaftlich zu wenig durchdachte Aufbau der Speisekarte und des Angebots.
Die Möglichkeiten, Ihre Gäste mit einer ansprechenden und gut gestalteten Speisekarte von der Qualität Ihres Angebots und Ihrer Dienstleistung zu überzeugen sollten Sie unbedingt nutzen. Selten bekommen Sie eine zweite Chance für einen „guten ersten Eindruck“.
Verbinden Sie die Potenziale der verkaufsstarken Speisekarte mit der regelmäßigen Speisekartendiagnose um Ihr Angebot kontinuierlich an die Wünsche und Bedürfnisse Ihrer Gäste anzupassen und dabei den höchstmöglichen Deckungsbeitrag zu erwirtschaften.

 

Fazit

Der Speisekarte wird allzu oft nicht die Beachtung geschenkt die sie verdient. Die Gestaltungsfehler wirken sich negativ auf den Verkauf aus, sind aber leider weit gestreut.
Stellen Sie sicher, dass Sie nicht unnötig Umsatz „verlieren“ und nutzen Sie die Chancen der verkaufsstarken Speisekarte als „passiver Verkäufer“, der Ihren Gästen die für Sie wirtschaftlich vorteilhaften Produkte empfiehlt.

Welche Maßnahmen für Ihren Betrieb am besten geeignet sind ergeben sich aus der Speisekartendiagnose. Hier stellt sich heraus welche Gerichte von der Karte gestrichen werden sollten, welche Bereiche des Angebots weiter ausgebaut werden können oder auch welche Produkte im Verkauf stark unterstützt werden sollten.

Hinterfragen Sie einmal die Authentizität Ihrer Speisekarte, spiegelt Ihre Karte das wieder was Ihre Ideale und Ihre Philosophie als Gastgeber ausmachen?