Gastronomie- und Hotel-Mitarbeitern einen guten Start im Unternehmen ermöglichen

 

Gerade in der Gastronomie und Hotellerie ist ein häufiger Wechsel des Arbeitsplatzes Alltag der Mitarbeiter.
Ein Wechsel der Arbeitsstellen gehört für Gastronomie- und Hotellerie-Fachkräfte zum Sammeln der notwendigen beruflichen Erfahrung dazu. Leider sind die ersten Tage und Wochen für die neuen Mitarbeiter ebenso  anstrengend wie für die bereits gut eingearbeiteten Mitarbeiter, erfordern einen höheren Arbeitsaufwand und erzeugen dadurch zusätzliche Kosten.

Etablierte Mitarbeiter investieren Zeit und Energie in die Einarbeitung neuer Mitarbeiter, die von deren Arbeitsleistung abgeht. Der neue Mitarbeiter ist in vielen Situationen unsicher, kennt weder die Abläufe noch die betriebstypischen Vorgehensweisen oder Standards.
Durch das genaue Informieren der neuen Mitarbeiter können Sie im Vorfeld schon einige der häufig auftretenden Fragen erklären, Fehler vermeiden und dem neuen Mitarbeiter mehr Sicherheit geben. Die Einarbeitungszeit wird verkürzt, Sie sparen Kosten, die Effektivität und Effizienz des „neu“ zusammengestellten Teams wird gesteigert.

 

 

Informieren Sie neue Mitarbeiter vor Arbeitsantritt mit Hilfe von Leitfäden

 

Ein einfacher Schritt, die Einarbeitungszeit der neuen Gastronomie- und Hotellerie-Fachkräfte zu erleichtern, besteht in der Dokumentation der wichtigsten betrieblichen Regelungen sowie bereichsbezogener Arbeitsanweisungen. Diese Leitfäden sollten von den jeweiligen Bereichsleitern oder verantwortlichen Mitarbeitern erstellt werden.

Durch Titel wie: „1×1 der Küchenhygiene“, „A-Z der Gerätebedienung“ oder „Mitarbeiter-Spielregeln“ wird der Grundcharakter dieser Dokumentationen deutlich. Diese Leitfäden dienen dem Mitarbeiter und dem Arbeitgeber auch als Nachschlagewerk oder beinhalten konkrete Arbeitsanweisung für bestimmte, umfangreiche, komplizierte Aufgaben. Sie sind bindend für Mitarbeiter und Arbeitgeber, schaffen Klarheit und Sicherheit im Umgang miteinander oder helfen, Missverständnissen vorzubeugen.
Ein typisches Beispiel für einen „1×1 Leitfaden“ ist die „Reinigung der Bierleitung“. Aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen und der gesundheitlichen Gefahren ist hier eine klare Anweisung zwingend.
Es gibt kaum eine bessere Investition, wenn Sie am Tag des Arbeitsantritts Ihren neuen Mitarbeiter zu einem Kaffee einladen und ihm genügend Zeit geben, die Unterlagen vollständig zu studieren bevor die Einarbeitung in den Bereich beginnt. Die Erfahrung zeigt, dass diese Maßnahme das tatsächliche lesen der Arbeitsanweisungen und Verhaltensregeln sichert.

 

 

Standards und Regeln Ihres Unternehmens dokumentieren

 

Lassen Sie grundsätzliche Regelungen und Verfahrensweisen Ihres Unternehmens, einzelner Abteilungen oder bestimmte Themenschwerpunkte dokumentieren.

Beispiele für allgemeine betriebliche Regelungen und wichtige Themen in einem „Mitarbeiter A-Z“:
Arbeitskleidung, Arbeitspausen, Arbeitszeiten, Dienstplanung, Erscheinungsbild, Familienmitglieder und Freunde, freie Tage, Gehalt, Handy, Ideen und Verbesserungen, Krankmeldung, Mitarbeiterdaten, Mitarbeiter-Schulungen, Pünktlichkeit, Rauchen, Schichtzeiten, Speisen und Getränke, Studentenbescheinigung, Teamkultur und Umgangsformen, Trinkgeld, Urlaub, Wunschfrei, u.v.m.
Diese Aufstellung ist zwar unvollständig, zeigt aber doch, welche Bedeutung und welchen Umfang ein solches „Mitarbeiter A-Z“ haben kann.
Ebenso wichtig wie die grundsätzlichen Informationen über den Umgang miteinander oder die Regelungen und Umsetzung gesetzlicher Anforderungen im Unternehmen sind die Arbeitsanweisungen und Regelungen der Abteilungen.

In der Praxis haben sich diese für die Bereiche bewährt:

  • Küche
  • Service
  • Rezeption
  • Verkauf
  • Housekeeping
  • Haustechnik
  • Mitarbeiter
  • Azubi
  • Gerätebedienung

Die Zusammenstellung aller für ein Unternehmen sinnvollen und wichtigen Bereiche und Themen sollte individuell entschieden werden. Die Sinnhaftigkeit wird allein dadurch bewiesen, dass es wohl kein Flugzeug, kein Schiff und auch kein Kettenhotel gibt, ohne diese Hilfsmittel. Also stets Betriebe, in denen der Chef nicht immer die Verantwortung tragen kann.

 

 

Machen Sie Leistungsträger entbehrlich

 

Durch die konsequente Dokumentation der betrieblichen Prozesse sichern Sie das Wissen Ihrer Leistungsträger. Für den Fall eines krankheitsbedingten Ausfalls oder dem Ausscheiden Ihrer Spitzenkräfte aus dem Unternehmen, sind zumindest das Wissen und die Abläufe dokumentiert. Dies macht es anderen Mitarbeitern möglich, die entstandene Personal-Lücke schnellstmöglich zu schließen.

 

 

Erstellen einer Mitarbeiteranweisung

 

Überlegen Sie sich, in welche Bereiche Ihres Unternehmens Mitarbeiteranweisungen sinnvoll sein könnten.

  1. Bilden Sie eine oder mehrere Arbeitsgruppen.
  2. Beginnen Sie die Ideensammlung per Brainstorming.
  3. Aus den Ideen sollten Sie Themengruppen bilden lassen.
  4. Die Grob-Formulierung der Inhalte an 2 Mitarbeiter übertragen. Nicht vergessen, ein Zeitfenster für die Fertigstellung festzulegen.
  5. Textliche Ausarbeitung durch fachkompetente Mitarbeiter (ggf. mit Unterstützung durch schreibstarke Mitarbeiter).
  6. Die Prozessbeschreibungen auf Richtigkeit zu überprüfen ist Aufgabe der Bereichsleiter.
  7. Druck und Veröffentlichung der Leitfäden.
  8. Eine regelmäßige Überprüfung der Inhalte auf Aktualität ist dann gesichert, wenn jeweils auch eine freie Seite für Korrekturen angelegt wird.

 

 

Ihre Download-Links

 

In dieser unten eingebundenen Download-Datei finden Sie ein Beispiel aus der praktischen Umsetzung eines „Mitarbeiter 1×1“. Dieses können Sie leicht an Ihre Bedürfnisse anpassen oder als Inspiration nutzen.

 

 

 

 

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